· 

Viva México!

Playa Norte, Isla Mujeres
Playa Norte, Isla Mujeres

Was für eine Zeit. Was für unglaublich schöne Wochen doch hinter uns liegen. Eines kann ich direkt zu Beginn sagen: Mexiko zu Bereisen lohnt sich auf jeden Fall! 

Unsere Reise umfasste 14 Tage und wir hielten uns in den Staaten Yucatan und Quintana Roo auf. Diese Ecke von Mexiko ist sehr touristisch und weit entfernt von den Orten, die von Gewalt und Kriminalität geprägt sind. Meine Eltern hatten vorher ein wenig Sorge, dass uns etwas passieren würde. Das Land weist in manchen Teilen tatsächlich eine grausam hohe Mordrate auf und man hört immer wieder von schrecklichen Vorfällen, aber wie schon gesagt: in den von uns bereisten Gebieten hat man davon rein gar nichts mitbekommen und wir fühlten uns sehr sicher und willkommen.

 

ISLA MUJERES:

Die Isla Mujeres gehört definitv zu den schönsten Orten unserer Reise. Die Insel liegt ca. 45 Minuten nördlich von Cancun und man erreicht sie nur mit einer Fähre (es gibt Personen- und Autofähren). Die Größe der Insel ist wirklich überschaubar und die Straßen sind eher Gassen, aber es macht einfach Spaß dort zu sein. Es gibt überall kleine Cafés und Lokale, Souvenirgeschäfte oder Straßenstände mit frischen Kokosnüssen oder anderen Leckereien. Die Strände hier sind ein Traum! Unter anderem liegt der Strand "Playa Norte" auf der Insel, welcher Platz 7 der schönsten Strände der Welt belegt. Der Sand ist extrem fein, das Wasser glasklar und es gibt kaum Algen. Mexiko und auch andere Teile der Karibik sind seid einigen Jahren von einer Seegras-Plage betroffen und viele Strände überseht damit. Die Isla Mujeres ist eine der wenigen Orte, die - aufgrund von Strömungen, Lage, etc. - so gut wie gar nicht betroffen sind. Strand- und Badeliebhabern würde ich auf jeden Fall raten, hier mehrere Tage zu verbringen, falls ihr eine Rundreise macht. Die Insel bietet außerdem das beste Frühstückslokal der Welt (und das meine ich so wie ich es sage). Noch nie habe ich ein so leckeres und von den Portionen großzügiges Frühstück genießen dürfen, was gleichzeitig preislich so fair war. Im "Café Mogagua" gibt es von Smoothies über Speck mit Eiern bis hin zu Joghurt-Früchte-Müsli einfach alles was man sich zum Frühstück wünschen würde. Eine weitere Empfehlung ist das Restaurant "Rolandi's Pizzeria'. Hier gibt es leckere Pizza und Pasta und super leckeres Knoblauchbrot als Vorspeise auf's Haus. 

PLAYA DEL CARMEN:

Playa del Carmen werde ich nur kurz behandeln, da es uns nicht so gut gefallen hat, wie die anderen Orte. Es ist wirklich sehr touristisch und irgendwie hektisch und voll. Die Stadt bietet einige schöne Hotelanlagen mit tollen Stränden, wo man sicherlich gut hausen kann. Wenn man also einen eher ruhigen Urlaub genießen und nur ab und an einen Ausflug machen möchte, kann man sich in Playa del Carmen eine Hotelanlage suchen und dann eben je nach Lust Ausflüge buchen. Wir wollten viel sehen vom Land und waren deswegen auch immer nur 2-4 Tage an einem Ort. In Playa del Carmen verbrachten wir einen Tag, bevor wir von dort aus die Fähre nach Cozumel nahmen. Wirklich gut hat uns das Hotel in Playa del Carmen gefallen. Es heißt "Hotel 52" und ist ein sehr modernes Hotel mit einer Rooftop-Bar und Rooftop-Pool. Die Zimmer sind groß und minimalistisch eingerichtet (Marcus war begeistert) und man hat sich wirklich wohl gefühlt. Frühstücken kann man in Playa del Carmen gut in einem Lokal namens "Chez Cèline". Wir hatten leckere Omelettes, frisches Obst und Müsli. 

COZUMEL:

Cozumel ist die zweite der von uns bereisten Inseln vor der Küste Mexikos. Sie ist deutlich größer als die Isla Mujeres und bietet ein wenig mehr Vielfalt. Wir haben auf der Insel in einer Art Villa gelebt, in der man mit wenigen anderen Gästen lebt. Der Besitzer lebte dort früher mit seiner Familie und hat irgendwann ein Hotel draus gemacht. Es heißt "Puerta del Mar". Es ist ein wenig abgelegen und anfangs kommt es einem ein wenig gruselig vor, weil es wirklich so verlassen ist. Sobald man aber den Besitzer und die Umgebung kennenlernt hat, ist es wirklich schön. Die Villa hat einen eigenen Strand, der direkt vor der Tür ist. Die Zimmer sind sehr groß und es gibt Extras wie Bügeleisen, Kühlschrank, Fön, etc. Wir hatten hier das mit Abstand beste W-LAN, da jedes Zimmer einen eigenen Router hat. Außerdem bekommt man morgens ein kleines Frühstück im Esszimmer serviert. Dieser Ort war irgendwie magisch und der Sonnenuntergang erinnerte mich mal wieder daran, wie schön dieser Planet ist. Unter diesem Absatz folgen ein paar Impressionen des Hotels und der Umgebung. 

Cozumel hat viele schöne Strände. Unser Favorit ist der "Playa Palancar" - ein Strand ein wenig ab vom Schuss mit einer überschaubaren Anzahl an Liegen. Dadurch, dass es eine Art Privatstrand ist, ist man hier gezwungen, eine Liege zu mieten und Getränke (oder auch Speisen) von der dazugehörigen Bar zu kaufen. Das fanden wir aber völlig in Ordnung, da man an dem Strand seine Ruhe hatte und man Toiletten, Duschen und W-Lan nutzen konnte. In dem Restaurant "Palmeras" gibt es leckeres mexikanisches Essen und eine wirklich nette Bedienung. 

VALLADOLID:

Dieses kleine Städtchen im Landesinneren ist einfach durch und durch Mexiko. Man merkt nicht viel vom Tourismus und erlebt eine etwas andere Seite des Landes. Der eigentliche Grund für unseren 2-tägigegn Aufenthalt war die Lage der Stadt. Sie liegt sehr nah an "Chichén Itzá", tollen Cenoten und einigen anderen Sehenswürdigkeiten. Da wir keine Lust hatten, jeden Morgen 2 Stunden von der Küste aus zu diesen Spots zu fahren, haben wir uns dafür entschieden, einfach in Valladolid zu nächtigen. Das Stadtzentrum ist sehr überschaubar, es bietet aber einige schöne Restaurants und viel Leben. Es gibt einen Park (Parque La Mestiza) direkt im Zentrum, wo abends Straßenmusiker spielen und Maya-Tänzer ihr Können präsentieren. Hier findet man auch viele kleine Stände mit leckerem Eis oder mexikanischen Spezialitäten. Zu empfehlen ist das Restaurant "El Mesón del Marqués", wo wir in einem grünen Innenhof sehr gute Chicken Fajitas gegessen haben.

Was man unbedingt gesehen haben muss ist "Chichén Itzá" - eine der bedeutendsten Ruinenstätten in Mexiko. Ich würde so früh wie möglich am Morgen aufbrechen (also am Besten direkt zu Öffnung der Ruinen da sein), da man hier noch etwas von dem Zauber mitbekommt, den die Ruinen versprühen. Gegen 11 Uhr wird das Gelände von Touristen überflutet, wodurch alles sehr hektisch und drängelig wird. Es gibt viele kleine Stände an den Wegen, wo man Souvenirs, Traumfänger und ähnliches kaufen kann. Eine weitere Attraktionen, die eines unserer Highlights des ganzen Urlaubes war, ist die "Cenote Xcanche". Sie ist eine offene Cenote, in die man von verschiedenen Punkten aus reinspringen kann. Wir hatten das Glück, zu Beginn die einzigen Besucher zu sein, was einfach unglaublich schön war. Das Wasser ist knallblau, überall schwimmen kleine Fische und man hat die ganze Cenote für sich. Ein kleines Stückchen weiter liegt die freigelegte Ausgrabungsstätte "Ek Balam", die wir leider nicht besuchen konnten, da wir nicht mehr genug Bargeld hatten und keine Kartenzahlung möglich war. Sie soll aber wirklich toll sein, da man hier auch auf die Ruinen steigen kann (was bei Chichén Itzá nicht möglich ist). Ebenfalls in der Gegend liegen die Cenoten Samula y Xkeken. Sie sind wirklich beeindruckend, haben uns aber nicht so gut gefallen wie die erste Cenote. Sie sind nicht offen, liegen also innerhalb einer Höhle, wodurch es sehr frisch wird und das Baden nicht ganz so viel Spaß macht. Das Wasser ist aber trotzdem wunderbar klar und die von der Natur geformten Höhlen definitiv sehenswert. 

TULUM:

In Tulum verbrachten wir die längste Zeit unserer Reise und es hat uns ausgesprochen gut gefallen. Tulum hat unserer Meinung nach viel mehr Charme als Playa del Carmen und alles ist ein wenig entspannter und fröhlicher. Die ersten paar Tage verbrachten wir im "Hotel Mango", was ich von ganzem Herzen empfehlen kann. Ich habe noch nie so freundliches und hilfsbereites Personal kennengelernt, von dem man sich so gut aufgenommen fühlt. Das Hotel liegt sehr zentral, die Zimmer sind nett eingerichtet und es ist sehr sauber. Es gibt einen Pool und einen Innenhof mit Liegen und Tischen, wo man super frühstücken kann. Preis-Leistung ist hier wirklich unschlagbar! Danach sind wir für zwei Nächte in eine Zeltanlage am Strand gezogen. Man findet diese über AirBnB unter "Beach Yurt 1-king size bed " in Tulum. Es war wirklich etwas besonderes, direkt am Meer zu wohnen und morgens von den Wellen geweckt zu werden. Die Zelte sind so groß, dass ein Doppelbett, Nachttische, ein Spiegel und eine Kleiderstange reinpassen. Vor den Zelten befinden sich Tische, Stühle und eine Wäscheleine. Man muss dazu sagen, dass es eher was für Leute ist, die kleine Abenteuer mögen und grundsätzlich eher Freunde des Campings sind. Man teilt sich mit den anderen Gästen Duschen, Klos und. Waschbecken, es gibt weder Strom noch W-LAN und man muss eben damit rechnen, dass das Zelt ein wenig dreckig und sandig wird. Es war überhaupt nicht schlimm für uns und für ein paar Tage ist das kein Problem, aber man sollte es eben vorher wissen. Das Personal ist total aufgeschlossen und lieb und die Lage des Hotels ist einfach traumhaft. Die letzte Nacht verbrachten wir im "Coco Tulum", einem schicken Hotel mit kleinen Hütten direkt am Strand. Das Hotel und die Anlage ist wirklich schön, auch hier war alles sehr sauber und das Personal klasse. Die Zimmer sind großzügig und man hat seinen eigenen Balkon mit Hängematte und Blick auf's Meer. Es war allerdings auch recht teuer im Vergleich zu den anderen Hotels und ich weiß nicht, ob ich es für den Preis nochmal buchen würde. 

 

TULUM (Fortsetzung):

Tulum bietet eine Vielzahl an Restaurants und Bars. Da wir vorher sehr viel mexikanisch gegessen haben, sind wir an zwei Abenden zu einem Italiener gegangen, der wirklich super war. Das Restaurant heißt "La Nave" - die Pasta mit Pesto und Pinienkernen ist ausgezeichnet und auch die Vorspeisen und Pizzen sind klasse. Frühstücken waren wir gerne im "Ki'Bok Coffee" und im "Del Cielo" - beides nette Lokale mit einer guten Auswahl und frischen Produkten. Ein Tipp wäre noch das Café "Raw Love", was ausschließlich vegane Speisen und Getränke auf der Karte hat. Vor allem das Frühstück ist hier lecker und man kann leckere und gesunde Bowls genießen (die 'Chocolate Dream Bowl' war spitze!). Oft haben wir uns auch einfach Baguettes und Belag aus dem Supermarkt geholt und am Strand zu Abend gegessen.

Ein Highlight in Tulum sind die Mayaruinen, die direkt am Strand liegen und ins Meer ragen. Auch hier würde ich empfehlen, direkt morgens hinzufahren. Von Tulum aus kann man einige tolle Cenoten besuchen. Es lohnt sich die "Grand Cenote" zu besuchen, die zum Schwimmen und Entspannen einlädt. Die schönste Cenote unseres gesamten Trips war allerdings die "Cenote Azul". Man hat das Gefühl man sei im Paradies angekommen. So ein unendlich schönes Fleckchen Erde habe ich selten gesehen. Die Farben des Wassers, die Pflanzen und die Fische - alles war einfach schön. Der einzige Minuspunkt waren die vielen Mücken, von denen man im Wasser allerdings nichts mehr merkt. Ein weiteres Highlight war das Schwimmen mit den Schildkröten in Akumal. Der Strand ist mittlerweile so abgeriegelt, dass man nur mit einem Guide reinkommt. Dies verhindert, dass zu viele Touristen gleichzeitig ins Wasser hechten und die Tiere belästigen. Man bekommt eine komplette Ausrüstung für das Schnorcheln inklusive Schwimmweste und folgt eben die ganze Zeit einem Guide. Wir sind bei der Einfahrt in die Bucht von einem der Tourenbetreiber angesprochen worden und hatten einen Guide für uns alleine. Wir haben beim Schnorcheln tatsächlich 6 große Schildkröten gesehen, die teilweise sehr nah an uns herankamen. Wir konnten ihnen beim Fressen zusehen und waren direkt neben ihnen, als sie an die Oberfläche zum Luftholen gekommen sind - ein unvergessliches Erlebnis. Beim Schnorcheln haben wir außerdem noch viele Fische, einen Rochen, Krebse und einen Hummer gesehen. Man kann in vielen Teilen Mexikos Schnorchel-Trips buchen, bei denen man auch weiter auf's Meer hinausfährt, was wir allerdings nicht gemacht haben. Uns haben mehr die Schildkröten interessiert, da sie wirklich eine Besonderheit sind. Wenn man einen Strand sucht, wo man gut liegen und eventuell auch Essen und Trinken kann, würde ich den "Playa Paraiso" empfehlen. Man kann hier zwischen Liegen, Betten und Himmelbetten wählen und wird die ganze Zeit von Kellnern bedient. Unser Ritual war es, uns bei jedem Besuch einen Strawberry Smoothie und einen Dirty Monkey (mit Alkohol) zu holen - beides wahnsinnig lecker! Es gibt natürlich noch andere Strände in Tulum, da die Küsten seid einiger Zeit aber von einer Seegras-Plage befallen sind, sollte man sich gut überlegen an welchen Strand man geht. Strände, die gut besucht sind oder direkt zu Hotels gehören, werden ziemlich gut geräumt. Schon morgens fangen die Arbeiter dort an, die Strände von dem Zeug zu befreien. Wenn man hingegen an einen verlassenen Strand geht, sind da zwar kaum andere Menschen, man kann jedoch nur schwer ins Wasser gehen und hat keinen besonders schönen Ausblich durch das ganze Seegras. 

Alles in allem ist Tulum ein wirklich schöner Ort mit vielen Möglichkeiten für Ausflüge, Speis und Trank sowie erholsame Strandtage. 

ALLGEMEINE TIPPS FÜR EINE REISE NACH MEXIKO:

 

Notfall-Apotheke und Impfungen:

Zum Glück wurden wir verschont und hatten weder Durchfall noch irgendwelche anderen Infekte. Trotzdem würde ich euch empfehlen, eine Notfall-Apotheke dabei zu haben (Durchfall-Tabletten, Elektrolytlösung, Schmerztabletten, Insektenschutzspray, u. Ä.). Natürlich gibt es in Mexiko auch Apotheken, die meisten Mexikaner sprechen aber kaum Englisch, was die Verständigung im Ernstfall schwierig gestalten könnte. Außerdem macht es Sinn, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Sollte es zu einem Krankenhaus- oder Arztbesuch kommen (man weiß ja nie was passiert), zahlt man sich ohne Versicherung dumm und dämlich. Es gibt keine Pflichtimpfungen für die Reise nach Mexiko, es werden allerdings einige empfohlen. Man findet eine Übersicht dazu sehr schnell bei Google. Geht einfach mit eurem Impfausweis zu eurem Arzt und fragt ihn, welche Impfungen ihr braucht oder auffrischen müsst. 

 

Auto mieten:

Wir hatten die ganzen zwei Wochen ein Auto, worüber wir sehr glücklich waren. Es gibt natürlich auch Busse und Fahrrad-Verleihe, es ist mit dem Auto aber einfach komfortabler. Man kann überall hinfahren, ohne tausend Verbindungen raussuchen zu müssen, man ist auf niemanden angewiesen und es ist einfach bequem. Man muss allerdings dazu sagen, dass man nur ein Auto mieten sollte, wenn man ein wirklich sicherer Autofahrer ist und eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen hat. Die Mexikaner fahren ein wenig anders als wir; um es besser auszudrücken: sie fahren wie beim Autoscooter auf der Kirmes. Blinken kennt man dort nicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen werden von den meisten auch gekonnt überlesen, es wird viel gehupt und keine Rücksicht genommen. Überlegt euch also gut, ob ihr euch das zutraut. Noch ein Tipp: falls ihr euch in Auto mieten solltet, nehmt am besten euer eigenes Navi mit oder leiht euch eins von jemandem aus Deutschland und zieht euch eine Mexikokarte drauf. Dann könnt ihr nämlich im Vorfeld ganz entspannt die Adressen der Hotels, etc. einspeichern, ohne im Urlaub in einem 47383 Grad heißen Auto anzufangen, ein bestimmtes Ziel zu finden. Teilweise ist es wirklich schwierig eine Adresse zu finden, da die Mexikaner ihre Straßen anders schreiben und die Hausnummer manchmal vor dem Straßennamen sind und so weiter. 

 

Bargeld:

Voraussetzung ist erstmal eine Kreditkarte, mit der man im Ausland Geld abheben kann. Ich kann euch die DKB Kreditkarte empfehlen, da sie kostenfrei ist und man sie weltweit einsetzen kann. In einigen Attraktionen, an kleinen Straßenständen oder auch Restaurants kann man nur in Bar zahlen. Geldautomaten sind auch nicht immer zur Hand, wodurch es Sinn macht, immer genug Bargeld dabei zu haben. Natürlich keine Millionen, aber immer so viel, dass man eine Reserve hat und im Notfall eben auch bar zahlen kann. Wir hatten es nämlich einmal, dass wir uns Ruinen im Dschungel nicht angucken konnten, weil wir kein Bargeld mehr hatten und wir mitten in der Pampa waren.

 

W-LAN:

Ladet euch vorher alle wichtigen Unterlagen, Routen, Spots, usw. runter oder druckt euch die Seiten aus. Wir hatten in einem einzigen Hotel auf der ganzen Reise vernünftiges W-LAN. In den anderen Unterkünften hat man bei der Nutzung des Internets den Verstand verloren, da es so unendlich langsam war oder es einen permanent rausgeschmissen hat. Vor allem wenn man dringend eine Route raussuchen muss oder schnell wissen möchte, wo ein bestimmtes Restaurant liegt, kann es wirklich nervig sein, wenn das Internet nicht richtig funktioniert.

 

Dokumente sichern:

Da ihr euch in Mexiko am anderen Ende der Welt befindet, macht es Sinn, die wichtigsten Dokumente doppelt zu sichern. Wir haben es so gemacht, dass wir unsere Pässe, Personalausweise, Impfausweise und Führerscheine vorher eingescannt haben und diese dann einmal an unsere eigene E-Mail geschickt haben (damit man sie von überall abrufen kann), sie in ausgedruckter Form im Gepäck und zusätzlich noch als Dateien auf einem Stick im Koffer hatten. So geht man sicher, dass man sich (im Notfall) immer noch ausweisen kann und nicht mit ganz leeren Händen dasteht. Ich würde Dinge wie Reisepässe und Impfausweise auch immer im Hotel-Safe lassen und nur den Führerschein und vielleicht den Perso mitzunehmen. 

 

 

Trinkgeld geben:

Dies ist der letzte Punkt und einer, der mit sehr am Herzen liegt. Mexiko ist ein sehr armes Land und die Menschen verdienen dort so gut wie gar nichts. Wenn man die Einkünfte und die staatliche Unterstützung in Mexiko mit unserer vergleicht, fragt man sich, wie die Leute das schaffen. Und deswegen hilft es den Einheimischen ungemein, wenn man - als "reicher Europäer" - großzügig ist. Einfach mal ein paar mehr Prozent Trinkgeld geben, dem Bettler auf der Straße was schenken oder den singenden Kindern einen Obolus geben. Für uns ist es nicht viel, aber es hilft den Leuten mehr als wir vermuten. Viele leben dort vom Trinkgeld und von großherzigen Touristen. Manchmal kommt es einem komisch vor, wie oft z.B. Kellner oder Tourguides betonen, dass sie sich über Trinkgeld freuen würden, aber letztendlich brauchen sie es tatsächlich zum Überleben. Deswegen meine Devise: anderen eine Freude machen und das eigene Geld mit anderen teilen macht unendlich viel Spaß! :)

 

Ich hoffe, dass euch mein Blogbeitrag einen kleinen Einblick geben konnte und ihr euch den einen oder anderen Tipp holen konntet. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mir natürlich per Kommentar-Funktion schreiben oder mich bei Instagram kontaktieren. 

 

Mexiko ist ein tolles Land und ich komme gerne wieder.

 

Adiós México - nos vemos! 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

FOLLOW ME ON INSTAGRAM